Großer Geiger, 3360m
[Bild nicht gefunden]Zeit: Anstieg 5 Std.
Anforderung: Mittelschwere Skihochtour, die Gletschererfahrung und entsprechend e Ausrüstung voraussetzt.
Route: Wie bei Tour auf Großes Happ bis 3100 m. Weiter Richtung Norden über das Maurerkees zum Gipfelhang. Oberhalb der Geigerscharte bei 3250 m Skidepot, bei guter Schneelage auch mit Ski zum Gipfel. Abfahrtsvariante für gute Skifahrer über die Happscharte ins Dorfertal (nur bei sicherer Schneelage!) oder ab Türmljoch durch die Aderkammrinne.
Großer Happ, 3350m
Anforderung: Mittelschwere Skihochtour, für die Gletscherausrüstung benötigt wird
Route: Von der Johannishütte auf dem mit Steinmännern markierten Sommerweg zum Türmljoch (2790 m). Nun über dem Maurertal auf einer Höhe von 2850 m zu einem Rücken oberhalb des Kleinen Geigers und nach Norden zum Gletscher. In der Westflanke zum Skidepot auf ca. 3100 m, bei guter Schneelage auch mit Ski zum Gipfel. Abfahrtsvariante: vom Türmljoch östlich hinab durch die Aderkammrinne.
Südlicher Happ, 3304m
Anforderung: Mittelschwere Skitour mit einigen steileren Abschnitten
Route: Von der Johannishütte auf dem Sommerweg (mit Steinmännern markiert) über den Dorferbach und auf den Aderkamm. Auf einer Höhe von etwa 2490 m von der Sommerroute rechts abzweigen und über die Hange unterhalb des Kleinen Happs nach Nordwesten bergauf, bei ca. 2840 m nordwärts und den Kamm des Kleinen Happs links umgehen. Über schön geneigte Hänge zum Südostgipfel des Südlichen Happs, weiter über den Kamm auf seinen Nordwestgipfel (Holzstange).
Großvenediger, 3666m
Zeit: Anstieg 5 Std.
Anforderung: Mittelschwere, lange Skihochtour, die Ausdauer erfordert. Spaltengefahr, Gletscherausrüstung notwendig.
Route: Wie bei Tour auf die Kristallwand (über den Zettalunitzbach bis auf eine Höhe von 2500 m, dann links zum Defreggerhaus (2963 m). Alternativ hinter der Johannishütte über den Bach, kurz steil bergauf und nach Nordosten ansteigen. Den steilen Osthang unter dem Mullwitzköpfl queren (Vorsicht bei Neuschnee) und in einigen Spitzkehr en zum Defreggerhaus. Von der Hütte nordwärts über den Rücken des Mullwitz Aderls auf das Rainerkees, über den Gletscher in den Kessel unterhalb des Rainerhorns und in Kehren hinauf zum Rainertörl (3422 m). Nordwestlich flach auf den Gipfelhang des Großvenedigers zu und über ihn steiler zum schmalen Grat, der zum Gipfel führt. Eine steile Abfahrtsvariante für geübte Skifahrer führt östlich am Hohen Aderl vorbei (rechts halten wegen Spalten), über das Rainerkees und durch das Dorfertal zur Hütte.
Lohnend ist das sog. „Gletscherdach“: Vom Großvenediger Abfahrt zum Rainertörl, Aufstieg zum Rainerhorn (3559 m), über Schwarze Wand (3506 m) und Hohen Zaun (3451 m) zur Kristallwand, Abfahrt wie bei Skitour Kristallwand durch das Zettalunitztal.
Weißspitze, 3300m
Anforderung: Schwierige Skihochtour, Gletscherausrüstung erforderlich, außerdem Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
Route: Wie bei Tour 3 zum Zettalunitzkees und unterhalb des Klexenköpfis rechts zum Skidepot unterhalb des Wallhorntörls (3045 m). Anschließend in leichter Kletterei (II) zum Törl hinauf und östlich zum Garaneberkees. Nach Norden zum Grat hinauf und über ihn steil zum Gipfel.
Kristallwand, 3310m
Anforderung: Mittelschwere Skihochtour mit Spaltengefahr, Gehen am Seil erforderlich
Route: Von der Johannishütte im Tal des Zettalunitzbachs nach Nordosten zum Zettalunitzkees. Weiter nordöstlich über den Gletscher bergauf. Rechts am felsigen Klexenköpfl vorbei, bei 2980 m in einem Linksbogen na(h Norden und unterhalb des Felskamms mit dem Frosnitztörl über das Äußere Mullwitzkees. Am oberen Ende des Felskamms nach rechts und über flacheres Gelände auf den Gipfel der Kristallwand zu. Links des Südwestkamms zum Gipfelkreuz.
Zopatspitze, 3198m
Anforderung: Mittelschwere Skitour
Route: Wie bei Tour 1 zu Punkt 2700 m. Dort links haltend zum Südwestrücken der Zopatspitze und über ihn zum Skidepot. In 15 Min. zum Gipfel.
Kreuzspitze, 3155m
Anforderung: Mittelschwere Skitour mit steileren Passagen
Route: Von der Johannishütte kurz hinunter zur Ochsnerhütte (2060 m), dort ostwärts einen Bachgraben entlang bergauf. Auf einer Höhe von ca. 2450 m rechts über den Bach und südöstlich über die Westhänge der Zopatspitze. Bei Punkt 2700 m biegt der Anstieg südwärts ab und quert das Kar unterhalb der Zopatscharte. Rechts eines von der Tulpspitze herabziehenden Rückens zur Tulpscharte (2984 m) hinauf, Skidepot. Links zur Tulpspitze, rechts über den Nordkamm zur Kreuzspitze. Bei ausreichender Schneelage steigt man durch die Nordflanke mit Ski zum Gipfel.
Bouldern
Die Gletscherkulisse macht das Bouldern bei der Johannishütte zu einem besonderen Erlebnis. Aber nicht nur der Großvenedigerblick begeistert, auch die Felsgualität ist hervorragend. Zehn Minuten vom Unterkunfshaus entfernt liegen etwa zwanzig Felsblöcke mit Boulderproblemen unterschiedlicher Schwierigkeit und Steilheit, vorwiegend aber im mittleren Schwierigkeitsgrad. Angefeuert von den Pfiffen der Murmeltiere kann man sich hier so richtig am Fels austoben. Die flache Wiese eignet sich gut zum Abspringen. Bouldermatten werden gegen eine Gebühr auf der Hütte verliehen. Weitere Informationen
Venediger-Höhenweg
Die Johannishütte ist ein Stützpunkt auf dem Venediger-Höhenweg, ein landschaftich großartiger, etwa 100 km langer Wanderweg von der St. Pöltener Hütte am Felbertauern zur Essener-Rostocker-Hütte im Maurertal. An diese hochalpine Tour sollten sich nur geübte Wanderer wagen.
Ausgangspunkt ist das Matreier Tauernhaus (1512 m), Zufahrt südlich des Felbertauerntunnels.
- 1. Tag:
Aufstieg zur St. Pöltener Hütte (2481 m, 3 Std.)
- 2. Tag:
Über den St. Pöltener Westweg zur Neuen Prager Hüne (6,5 Std.)
- 3. Tag:
Über das Schlatenkees und das Löbbentörl (2770 m) zur Badener Hüne (2608 m, 4 Std.), ausgeaperte Gletscherquerung
- 4. Tag:
Über die Galtenscharte (2873 m) zur Bonn-Matreier-Hütte (2750 m, 4 Std.), hochalpiner Übergang, oft bis in den Sommer hinein steile Schneefelder, Infos bei den Hüttenwirten
- 5. Tag:
Ins Timmeltal zur Eisseehütte (2521 m, 3 Std.) und über die Zopatscharte (2958 m) zur Johannishütte (2121 m, 3 Std.)
- 6. Tag:
Über das Türmljoch (2790 m) zur Essener-Rostocker-Hüne (2207 m, 3 Std.), Abstieg durch das Maurertal nach Ströden (1403 m, 1.5 Std.)
- (7. Tag:)
Von der Essener-Rostocker-Hütte über das Röggentörl (3058 m) zur Clarahütte im Umbaltal (2038 m, 5 Std.), diese Etappe führt über Gletscher mit Spalten, Gletscherausrüstung und alpine Erfahrung notwendig!
